Projekt in Kürze
Pwned: 1 war mein erster vollständiger Penetrationstest im Rahmen des Schwerpunkts Application Security meiner Weiterbildung zum dipl. Informatiker HF. Ziel war es, eine bewusst verwundbare Linux-Umgebung als Black Box zu untersuchen, Schwachstellen systematisch zu identifizieren und den Zugriff schrittweise bis zu Root-Rechten auszuweiten.
Das bewusst einfach gehaltene Lab diente vor allem dazu, den Ablauf eines Penetrationstests erstmals vollständig praktisch durchzuführen – von Reconnaissance und Enumeration über Exploitation bis zur Privilege Escalation. Die Analyse orientierte sich am OWASP Web Security Testing Guide und kombinierte automatisierte Werkzeuge mit manueller Analyse.
Die Testumgebung bestand aus Kali Linux als Angreifer-System und der verwundbaren Ziel-VM in einem isolierten KVM-Netzwerk. Zum Einsatz kamen unter anderem Nmap, arp-scan, Gobuster, SSH und verschiedene Linux-Werkzeuge.
Die Ergebnisse wurden anschliessend in einem mit LaTeX erstellten Pentest-Bericht aufbereitet. Dieser dokumentiert den vollständigen Angriffspfad, die identifizierten Findings und deren Risikobewertung sowie entsprechende Massnahmen zur Systemhärtung.
Erkenntnisse
Das Projekt gab mir einen ersten praktischen Einblick in das strukturierte Vorgehen bei einem Penetrationstest. Besonders interessant war das Zusammenspiel der einzelnen Phasen: Informationen aus der Enumeration bildeten die Grundlage für den initialen Zugriff, auf dem wiederum die weitere Privilege Escalation aufbaute.
Dabei wurde deutlich, dass nicht nur einzelne Schwachstellen relevant sind, sondern insbesondere deren Verkettung zu einem vollständigen Angriffspfad. Ebenso wichtig war die anschliessende Dokumentation: Findings nachvollziehbar zu reproduzieren, Risiken einzuordnen und konkrete Gegenmassnahmen abzuleiten, ist ein wesentlicher Bestandteil eines Penetrationstests.
Der vollständige technische Ablauf mit Findings, Evidenzen und Gegenmassnahmen ist im Pentest-Bericht dokumentiert.